Harzer Honig wird Familienmitglied bei CrowdFarming®

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In Zeiten der Online -Vermarktung von Lebensmitteln könnte man meinen, dass die Entfremdung zwischen Konsument und Erzeuger voranschreitet. Dem ist nicht so!

CrowdFarming® ist das Projekt von den Spaniern Gonzalo und Gabriel Urculo. Mit Naranjas del Carmen haben sie zunächst die Orangenplantage ihrer Großeltern wiederbelebt und die Früchte über Baumpatenschaften im Internet vermarktet. Dieses Projekt war so erfolgreich, dass sie es mit anderen Erzeugern teilen wollten. Die Geburt von CrowdFarming®. Erzeuger und Konsumenten in ganz Europa  haben die Möglichkeit hier zusammen zu finden. Es ist ein bisschen so wie eine Brieffreundschaft mit einem Landwirt, der einem zur Erntezeit etwas von der Ernte schickt…

Hier finden Sie unser CrowdFarming®-Projekt.

Harzer Honig lässt es blühen – von Odermenning und Pastinak bis Färber-Wau

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Herbstzeit ist Saatzeit. Auch für unser nächstes Blühflächenprojekt. Auf 2,5ha (das sind 25.000m²!) bei Westerhausen säen wir eine Blühmischung mit heimischen Blühpflanzen aus regionaler Herkunft. Diese Mischung hat es wortwörtlich in sich. Denn heimisch bedeutet, dass nur Pflanzen enthalten sind, die auch wild bei uns vorkommen. Da diese Pflanzen regionale Genetiken haben ist das Saatgut auch aus den Wildbeständen unserer Region vermehrt. Das diese Mischung die Crème de la Crème unter den Blühmischungen ist, sieht man schon an den enthaltenen Arten:

Gemeine Schafgarbe, Kleiner Odermennig, Färber-Hundskamille, Kornblume, Wiesen-Flockenblume, Wegwarte, Wiesen-Pippau, Feld-Rittersporn, Wilde Möhre, Echtes Labkraut, Wiesen-Labkraut, Johanniskraut, Acker-Witwenblume, Herzgespann, Wiesen-Margerite, Leinkraut, Gewöhnlicher Hornklee, Wilde Malve, Gewöhnlicher Dost, Pastinak, Mittlerer Wegerich, Kleine Braunelle, Färber-Wau, Seifenkraut, Wiesen-Salbei, Rote Lichtnelke, Weiße Lichtnelke, Taubenkropf-Leimkraut, Wiesen-Klee/ Rot-Klee, Mehlige Königskerze

Ein Blick in den Sack lässt die Vielfalt erahnen:

Unsere jungfräuliche Fläche ist saatbereit bestellt. Der Regen (ca. 25l/m²) der letzten Tage lässt uns hoffen, dass eine Ansaat jetzt Sinn macht.

Durch die vielen verschiedenen Arten ist das Saatgut sehr vielfältig in Größe und Form. Insgesamt sind die Samen jedoch sehr klein. Damit bei der Aussaat eine gleichmäßige Verteilung über die Fläche möglich ist, muss es gestreckt werden. Wir nehmen dazu ganz normalen Split. und mischen ihn 10/1 mit dem Saatgut. Außerdem geben wir einen Schluck Wasser dazu. Dann haften die ganz feinen Sämereien an dem Split und fliegen bei der Handsaat eben so weit wie die schwereren Samen.
Die fertige Mischung wird dann von Hand von uns gesät. Eine maschinelle Saat wäre bei diesem Saatgut nur mit Spezialtechnik möglich.

Wir sind total gespannt wie sich unsere Blühfläche im nächsten Jahr präsentiert. Wir werden berichten…

 

Was war nochmal der Honigraum??

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…ein geheimnisvoller Raum in dem in Wannen voll Honig gebadet wird und die Besucher von jungfräulichen Schönheiten in bestachelten Bienenkostümen umgarnt werden. Nein…Quatsch!

Die letzten warmen Wochen haben den Frühling endlich in die Spur gebracht. Es blüht überall. Erst Salweide, Hasel und Mirabelle. Jetzt Apfel, Birne, Kirsche, Ahorn, Löwenzahn, Kastanie und vieles mehr. Und bald öffnet auch die Robinie schon ihre begehrte Blütenpracht.

Unsere Bienen haben nur darauf gewartet. Die Völker sind bei geringen Verlusten sehr gut ausgewintert und haben sich prächtig entwickelt. So prächtig, dass wir schon die Honigräume aufgesetzt haben. Die Honigräume enthalten zehn Rähmchen die mit schönen hellen Honigwaben aus Wachs ausgebaut sind. Die Bienen haben im Honigraum Platz, um den vielen Honig unterzubringen. Das Aufsetzen der Honigräume ist eine schöne Arbeit. Die Bienen werden dabei kaum gestört und wir Imker sind schon voller Vorfreude auf die baldige Ernte.

1. Honigraum und Absperrgitter stehen parat. Mit dem Smoker bekommt das Volk ein wenig Rauch. Dann weiß es, dass der Imker kommt und ist nicht aufgeregt.

2. Plane und Deckel werden abgenommen.

3. Direkt auf den Rähmchen liegt noch eine Folie. Dort sammelt sich Kondenswasser, das die Bienen gerne verwenden. Außerdem lässt sich so der Deckel einfacher abnehmen, da er nicht fest mit Propolis angeklebt ist. Die Folie wird auch abgenommen.

4. Das Absperrgitter wird aufgelegt. Das Absperrgitter hat Schlitze, die genau dem Körpermaß der Arbeiterinnen entsprechen. Die Arbeiterinnen können dann in den Honigraum, die Königin jedoch nicht. So gibt es keine Bienenbrut im Honigraum. Das ist gut für Imker und Biene, denn dadurch muss beim späteren Schleudern keine Brut aus den Honigrähmchen herausgeschnitten werden.

5. Und schon steht der Honigraum auf dem Volk. Bevor der Honigraum aufgesetzt wird müssen Reste vom Winterfutter entnommen werden, sonst würde dieses Futter im frischen Honig landen. Wir entfernen das alte Winterfutter sobald die Bienen genug Möglichkeiten haben sich mit frischem Honig und Pollen zu versorgen.

6. Folie, Deckel und Plane müssen natürlich auch wieder auf das Volk. Und schon sind wir fertig und können die Lageristen-Bienen ihre Arbeit im neuen Lager machen lassen.