Jetzt muss die Varroa dran glauben!

Dass in unseren Gefilden jedes Bienenvolk Varroamilben hat, ist auch ohne Statistik klar. Deswegen beginnt nach der letzten Honigernte für jede Imkerei die Hauptsaison der Varroabehandlung. Die Bienen können zwar mit einer gewissen Belastung durch Varroamilben und deren Begleitkrankheiten umgehen. Wird diese Belastungsgrenze jedoch überschritten sterben die Völker noch im Herbst oder im Laufe des Winters.

Foto: “Liebig-Dispenser” verdunstet Ameisensäure über eine Dochtfläche zur Bekämpfung der Varroamilbe

Zeitlich verzögert zum Wachstum der Völker nimmt während des Jahres auch die Varroapopulation im Volk zu. Stichprobenartig ermitteln wir schon ab Ende Juni wie stark die Belastung ist. Nach dieser frühen Einschätzung richten wir den weiteren Verlauf der Imkersaison aus. Nach der letzten Honigernte folgt dann die Diagnose am Einzelvolk. In diesem Jahr ließen sich die Völker relativ scharf in zwei Befallsgruppen einteilen. Zum einen gab es Völker mit einer sehr geringen Belastung und zum anderen Völker mit einer Belastung die über dem Behandlungsgrenzwert lag. Diese zweite Gruppe wurde sofort mit dem „Liebig-Dispenser“ behandelt. Über eine Dochtfläche verdunstet der „Liebig-Dispenser“ Ameisensäure. Über mehrere Tage wird die Stockluft dadurch gleichmäßig mit Ameisensäure angereichert. Die Konzentration ist so stark, dass sie die Varroamilben abtötet den Bienen jedoch nicht oder nur geringfügig schadet.

Nach dem Ende der Akutbehandlung der stark befallenen Völker haben wir den Futterbedarf von jedem Volk geschätzt und je nachdem wieviel eigener Honig in den Völkern war, die Restmenge mit invertiertem Zuckersirup zugefüttert.
Momentan ist die Einfütterung beendet und wir haben nun die zweite Varroabehandlung mit dem „Liebig-Dispenser“ begonnen (siehe Foto). Diesmal werden alle Völker behandelt. Ziel ist es, dass nach der zweiten Behandlung die Völker nahezu varroafrei sind.
So die Theorie…die Praxis hält immer Überraschungen bereit!

Der Erfolg misst sich letztlich daran, wie viele Völker im nächsten Frühjahr fit für eine neue Saison sind. Wir werden berichten.

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