Harzer Honig lässt es blühen – von Odermenning und Pastinak bis Färber-Wau

Veröffentlicht Schreibe einen Kommentar

Herbstzeit ist Saatzeit. Auch für unser nächstes Blühflächenprojekt. Auf 2,5ha (das sind 25.000m²!) bei Westerhausen säen wir eine Blühmischung mit heimischen Blühpflanzen aus regionaler Herkunft. Diese Mischung hat es wortwörtlich in sich. Denn heimisch bedeutet, dass nur Pflanzen enthalten sind, die auch wild bei uns vorkommen. Da diese Pflanzen regionale Genetiken haben ist das Saatgut auch aus den Wildbeständen unserer Region vermehrt. Das diese Mischung die Crème de la Crème unter den Blühmischungen ist, sieht man schon an den enthaltenen Arten:

Gemeine Schafgarbe, Kleiner Odermennig, Färber-Hundskamille, Kornblume, Wiesen-Flockenblume, Wegwarte, Wiesen-Pippau, Feld-Rittersporn, Wilde Möhre, Echtes Labkraut, Wiesen-Labkraut, Johanniskraut, Acker-Witwenblume, Herzgespann, Wiesen-Margerite, Leinkraut, Gewöhnlicher Hornklee, Wilde Malve, Gewöhnlicher Dost, Pastinak, Mittlerer Wegerich, Kleine Braunelle, Färber-Wau, Seifenkraut, Wiesen-Salbei, Rote Lichtnelke, Weiße Lichtnelke, Taubenkropf-Leimkraut, Wiesen-Klee/ Rot-Klee, Mehlige Königskerze

Ein Blick in den Sack lässt die Vielfalt erahnen:

Unsere jungfräuliche Fläche ist saatbereit bestellt. Der Regen (ca. 25l/m²) der letzten Tage lässt uns hoffen, dass eine Ansaat jetzt Sinn macht.

Durch die vielen verschiedenen Arten ist das Saatgut sehr vielfältig in Größe und Form. Insgesamt sind die Samen jedoch sehr klein. Damit bei der Aussaat eine gleichmäßige Verteilung über die Fläche möglich ist, muss es gestreckt werden. Wir nehmen dazu ganz normalen Split. und mischen ihn 10/1 mit dem Saatgut. Außerdem geben wir einen Schluck Wasser dazu. Dann haften die ganz feinen Sämereien an dem Split und fliegen bei der Handsaat eben so weit wie die schwereren Samen.
Die fertige Mischung wird dann von Hand von uns gesät. Eine maschinelle Saat wäre bei diesem Saatgut nur mit Spezialtechnik möglich.

Wir sind total gespannt wie sich unsere Blühfläche im nächsten Jahr präsentiert. Wir werden berichten…

 

Was war nochmal der Honigraum??

Veröffentlicht Schreibe einen Kommentar

…ein geheimnisvoller Raum in dem in Wannen voll Honig gebadet wird und die Besucher von jungfräulichen Schönheiten in bestachelten Bienenkostümen umgarnt werden. Nein…Quatsch!

Die letzten warmen Wochen haben den Frühling endlich in die Spur gebracht. Es blüht überall. Erst Salweide, Hasel und Mirabelle. Jetzt Apfel, Birne, Kirsche, Ahorn, Löwenzahn, Kastanie und vieles mehr. Und bald öffnet auch die Robinie schon ihre begehrte Blütenpracht.

Unsere Bienen haben nur darauf gewartet. Die Völker sind bei geringen Verlusten sehr gut ausgewintert und haben sich prächtig entwickelt. So prächtig, dass wir schon die Honigräume aufgesetzt haben. Die Honigräume enthalten zehn Rähmchen die mit schönen hellen Honigwaben aus Wachs ausgebaut sind. Die Bienen haben im Honigraum Platz, um den vielen Honig unterzubringen. Das Aufsetzen der Honigräume ist eine schöne Arbeit. Die Bienen werden dabei kaum gestört und wir Imker sind schon voller Vorfreude auf die baldige Ernte.

1. Honigraum und Absperrgitter stehen parat. Mit dem Smoker bekommt das Volk ein wenig Rauch. Dann weiß es, dass der Imker kommt und ist nicht aufgeregt.

2. Plane und Deckel werden abgenommen.

3. Direkt auf den Rähmchen liegt noch eine Folie. Dort sammelt sich Kondenswasser, das die Bienen gerne verwenden. Außerdem lässt sich so der Deckel einfacher abnehmen, da er nicht fest mit Propolis angeklebt ist. Die Folie wird auch abgenommen.

4. Das Absperrgitter wird aufgelegt. Das Absperrgitter hat Schlitze, die genau dem Körpermaß der Arbeiterinnen entsprechen. Die Arbeiterinnen können dann in den Honigraum, die Königin jedoch nicht. So gibt es keine Bienenbrut im Honigraum. Das ist gut für Imker und Biene, denn dadurch muss beim späteren Schleudern keine Brut aus den Honigrähmchen herausgeschnitten werden.

5. Und schon steht der Honigraum auf dem Volk. Bevor der Honigraum aufgesetzt wird müssen Reste vom Winterfutter entnommen werden, sonst würde dieses Futter im frischen Honig landen. Wir entfernen das alte Winterfutter sobald die Bienen genug Möglichkeiten haben sich mit frischem Honig und Pollen zu versorgen.

6. Folie, Deckel und Plane müssen natürlich auch wieder auf das Volk. Und schon sind wir fertig und können die Lageristen-Bienen ihre Arbeit im neuen Lager machen lassen.

Jetzt kann direkt bei uns eingekauft werden – unser Shop ist online!

Veröffentlicht Schreibe einen Kommentar

Es hat einen Moment gedauert, aber nun ist es soweit…wir haben einen Onlineshop. Unter dem Menüpunkt Shop finden Sie einen Großteil unserer Produkte. Ob Honige und Honigmischungen von Harzer Honig oder Holzpflegeprodukte aus unserer Produktlinie Linumcera. All diese tollen Produkte können Sie nun ganz einfach online bestellen und mit PayPal, Kreditkarte oder Vorabüberweisung bezahlen. Wir liefern üblicherweise innerhalb von maximal 5 Werktagen.

Unsere Honige strahlen wie üblich in den verschiedensten Farben. Auch in Geschmack und Konsistenz bieten wir Ihnen eine große Bandbreite. Jede Honigsorte wird auf den Produktseiten im Detail beschrieben.

 

 

 

Unser neues Label für die Holzpflegeprodukte heißt Linumcera Naturfarben. Bisher finden Sie unser beliebtes Ölwachs in dieser Linie. Bald werden auch mit Naturpigmenten hergestellte Farben auf Leinölbasis dazukommen.

Winterromantik zu Advent in den Höfen

Veröffentlicht Schreibe einen Kommentar

Advent in den Höfen in Quedlinburg wurde am 2.Advent mit wunderbarer Winterromantik belohnt. Gegen Nachmittag fing es an zu schneien. In unserem Zelt blieb es aber schön trocken, warm und hell. Für unsere Kunden ein guter Grund einen Moment zu verharren und sich das Leben der Bienen erklären zu lassen. Oder ein weiteres Stück von unserem beliebten Honig-Lebkuchen zu essen…


Wissen erlangen – Ralph Wilkerling erklärt anhand der Bienenwaben den Entwicklungszyklus der Biene


In einem Hauch von Schneeglitzer – in unserer „Hexenküche“ zeigen wir unsere Rohstoffe und die Verarbeitungsstufen


Warme Gemütlichkeit – unser Stand trotzt der Witterung dankt des wasser- und winddichten Zeltes und der Heizung

Varroa – auch im Winter kontrollieren wir den Befall

Veröffentlicht Schreibe einen Kommentar

Neben verschiedenen Aktivitäten im Bereich der Vermarktung unseres Honigs kümmern wir uns natürlich auch im Winter um unsere Bienenvölker. Laufend überwachen wir den Befall mit der Varroamilbe. Dazu verwenden wir Schieber, die unter den Bienenvölkern eingelegt werden. Darauf fallen sterbende Milben. Diese können dann von uns gezählt werden. Derzeit fallen so wenige Milben, dass wir davon ausgehen ohne eine weitere Behandlung durch den Winter zu kommen.


Bienenstand im Winter – Auch bei frostigem Wetter geht die Kontrolle der Bienenvölker weiter


Gemüll – anhand des Gemülls, dass aus den Gassen zwischen den Rähmchen fällt, lässt sich auch erkennen wir groß die Wintertraube ist. Dieses Volk besetzt bei ca. 0° Außentemperatur noch etwa sieben Gassen.


Varroamilbe – das geübte Auge erkennt sie sofort. Der schwarze Kreis markiert die Milbe für das ungeübte Auge.

Harzer Honig und die Kaiserin

Veröffentlicht Schreibe einen Kommentar

Theophano war die Nichte des oströmischen Kaisers Johannes I. Tzimiskes und wurde als Frau Kaiser Ottos II. Mitkaiserin des römisch-deutschen Reiches für elf Jahre und Kaiserin für sieben Jahre. Sie war eine der einflussreichsten Herrscherinnen des Mittelalters und steht in der Herrscherfolge des Kaiserreichs zwischen Otto II. und Otto III. Im Quedlinburger Stift verweilte sie häufig.

Seit vielen Jahren gibt es in Quedlinburg das gleichnamige Hotel Theophano. Es ist direkt am Quedlinburger Marktplatz und wird als eines der besten Hotels in Quedlinburg sehr geschätzt.

Der Küchenchef des Hotels legt großen Wert auf Produkte regionaler Herkunft.  Deswegen ist Harzer Honig ab sofort auf dem Frühstücksbuffet zu finden. Wir haben uns bedankt mit einem Etikett, das mit der edlen Namensgeberin bedruckt ist.

Advent in den Höfen – Harzer Honig ist natürlich mit dabei!

Veröffentlicht Schreibe einen Kommentar

Geplant war ursprünglich ein Stand. Nun sind es zwei Stände und eine Beteiligung an einem weiteren Stand geworden. Sie finden Harzer Honig in diesem Jahr auf den folgenden drei Adventshöfen in Quedlinburg:

Hof 8. Weihnachtlicher Jahrmarkt in der Heiligegeiststraße, hier sind wir am Stand der Demeter-Gärtnerei Midgard zu finden,

Hof 16. Gelber Freihof in der Hohen Straße 25/26, wie im letzten Jahr finden Sie uns im Durchgang zum Hof,

Hof 24. Historischer Weihnachtsmarkt im Marktkirchhof, das ist unser Hauptstand. Natürlich gibt es hier das ganze Produktsortiment von Harzer Honig. Dazu gehören neben Honig auch unsere Holzpflegeprodukte, die Honigmischungen und unsere Propolistinktur.

Die absolute Besonderheit in diesem Jahr ist unser Lebkuchen. Gebacken nach einem Harzer Geheimrezept, nur mit Honig gesüßt und nur bei uns am Stand auf dem Hof 24.!!! Wir sind schon süchtig danach...

Die Adventshöfe sind an den folgenden Tagen geöffnet:
02./03.12.2017
09./10.12.2017
16./17.12.2017
Samstag und Sonntag 11:00 bis 19:00 Uhr

Weitere Informationen und alle Adventshöfe finden Sie unter:

www.adventsstadt.de

Im BienenBlütenReich wächst bald Beerenobst!

Veröffentlicht Schreibe einen Kommentar

Schon im Frühjahr diesen Jahres gab es eine große Veränderung auf der vormals brach liegenden Landwirtschaftsfläche in der Taubenbreite in Quedlinburg. Wir haben eine Blühfläche angesät und am Projekt BienenBlütenReich teilgenommen (siehe hier).

Nun folgt das nächste große Projekt. Wir pflanzen eine Beerenobstplantage.

Die ersten beiden Schritte haben wir schon umgesetzt. Zuerst wurden die abgeblühten Blütenstände gemulcht (das bedeutet abschlegeln). Das sieht erstmal ein bisschen radikal aus, allerdings verrottet das Pflanzenmaterial dadurch schneller und die Samen der Blühpflanzen werden verteilt.


Foto: Das Bienenblütenreich wird gemulcht, im Hintergrund einige Bienenstöcke

Zwei Wochen später haben wir Streifen in die Fläche gefräst. Hier sollen dann rote und schwarze Johannisbeeren und auch Jostabeeren gepflanzt werden. Jostabeeren sind übrigens ein sogenannter Additionsbastard aus schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere. Eine extrem gesunde und wüchsige Mischung und die Beeren sind ziemlich schmackhaft und gesund.

Foto: Gefräste Streifen in die das Beerenobst gepflanzt wird

Wo kommen eigentlich die Beerenobstjungpflanzen her? Gekauft…nee. Wir haben auf der Plantage von einem befreundeten Biobetrieb vor zwei Jahren Steckhölzer geschnitten und selber aufgezogen. Es ist ein schönes Geschenk, wenn aus ein paar Hölzchen prächtige Beerenobststräucher wachsen!

Sobald wir pflanzen gibt’s den nächsten Bericht…